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Glossar

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Glossar

A

Abzinsungsmarge

Die Abzinsungsmarge ist der Ertrag zusätzlich zum zugrunde liegenden Index eines variabel verzinslichen Wertpapiers, wobei die Höhe der Marge durch den Kurs des Wertpapiers vorgegeben wird. Liegt der Kurs eines variabel verzinslichen Schuldtitels beim Nennwert, entspricht die Abzinsungsmarge des Anlegers dem sogennanten „Reset Margin“ (d. h. dem festen Spread über dem Index).

Aktien

Eigentumsanteile an einem Unternehmen.

Anleihe

Eine Anleihe ist ein Darlehen, das in der Regel einem Staat oder einem Unternehmen üblicherweise zu einem festen Zinssatz und für eine bestimmte Laufzeit gewährt wird. Am Ende der Laufzeit besteht ein Rückzahlungsanspruch des Darlehensbetrages.

Anleihen ohne Investment-Grade

Bonitätsbeurteilung eines Wertpapiers, das als spekulativ erachtet wird, d. h. das nach Meinung einer Ratingagentur wie Fitch Ratings, Moody’s oder Standard & Poor’s im Hinblick auf den Kapitalerhalt weniger sicher ist.

Asset Backed Securities, ABS (Forderungsbesicherte Wertpapiere)

Wertpapiere, die durch Forderungen besichert werden; ausgenommen sind Forderungen aus Immobilien. Beispiele hierfür sind Automobile, Kreditkarten und Lizenzgebühren. An den Verbriefungsmärkten wird üblicherweise zwischen mit Vermögenswerten abgesicherten und hypothekarisch besicherten Wertpapieren unterschieden. An den Märkten außerhalb der USA kann die Bezeichnung ABS jedoch alle Klassen von verbrieften Instrumenten abdecken, einschließlich denen aus Hypotheken.

B

Basel II

Basel II ist das zweite Baseler Abkommen. Diese Abkommen sind Empfehlungen zu Bankgesetzen und -bestimmungen und werden vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht herausgegeben. Basel II wurde im Juni 2004 zur Schaffung eines internationalen Standards für Abläufe und Anforderungen im Bankwesen veröffentlicht, um ein gesundes Bankensystem zu gewährleisten. Den Kern dieser Richtlinien bildet die allgemeine Regel: Je größer das Risiko, dem eine Bank ausgesetzt ist, desto mehr Kapital benötigt sie zur Sicherstellung ihrer Stabilität.

Basispunktwert

Der Basispunktwert beschreibt die Wertveränderung eines Vermögenswertes oder Portfolios pro 0,01 % Änderung der Rendite. Basispunkte (auch BP) werden zum Vergleich der Entwicklung bei Anleiherenditen verwendet. Wenn beispielsweise die Rendite einer Anleihe um 3 % steigt, bewegt sich die Rendite um 300 bps.

Benchmark

Vergleichsgröße zur Bewertung der Wertentwicklung eines Portfolios. Bei größeren Vermögensanlagen kann die Benchmark individuell angepasst werden oder es kann der Durchschnitt oder Median einer Vergleichsgruppe herangezogen werden.

Besicherte Schuldverschreibungen (Collateralised Debt Obligations = CDOs)

Bei besicherten Schuldverschreibungen (CDOs) handelt es sich um Anlageinstrumente, mit denen zu Finanzierungszwecken Wertpapiere emittiert werden. Der Verkaufserlös dieser Papiere wird in einen Pool von Vermögenswerten wie Anleihen, Leveraged Loans, mit Vermögenswerten abgesicherte Wertpapiere und Private Placements investiert. Die Cashflows von CDOs werden in Tranchen mit unterschiedlichen Risiko-/Ertragsprofilen unterteilt und dann an die Anleger ausgeschüttet. Das Bonitätsrating jeder dieser Tranchen weist auf die Qualität und die Vielfalt der zugrunde liegenden Vermögenswerte sowie das Ausmaß hin, in dem Tranchen geringerer Qualität abgesichert sind.

Im Falle einer Nichtbedienung der im Portfolio vertretenen Vermögenswerte wären jene Tranchen mit dem niedrigsten Rating als erste betroffen. Deshalb werden der Kreditbetrag sowie der Kupon, der mit den im Portfolio enthaltenen Vermögenswerten erzielt wird, den unterschiedlichen Tranchen (nach Vorrangigkeit, in absteigender Reihenfolge) zugeordnet. Dabei steht Eigenkapital in der Rangordnung ganz unten, vorrangige Anleihen hingegen ganz oben.

Brutto-Ausschüttungsrendite

Die Brutto-Ausschüttungsrendite ist der jährliche historische Cashflow im Verhältnis zum Nennwert einer Anleihe. Diese Zahl stellt meistens den erwarteten Cashflow dar, der durch Zinsen im Laufe eines Jahres generiert wird, kann aber auch Kapitalrückzahlungen oder Kapitalgewinne beinhalten.

Brutto-Effektivverzinsung

Wird auch als Effektivrendite der Endfälligkeitsrendite („Yield to Maturity“, kurz YTM) bezeichnet. Die Brutto-Effektivverzinsung ist der Gesamtertrag eines Wertpapiers einschließlich des Kapitalwachstums und der bis zur Fälligkeit erwarteten Erträge.

C

Call (Kaufoption)

Ein Call ist ein Optionsgeschäft, bei dem ein Anleger das Recht (aber nicht die Pflicht) hat, eine bestimmte Anzahl eines Wertpapiers bis zu einem bestimmten Datum zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Eine Kaufoption wird attraktiver, wenn der Preis eines Vermögenswerts steigt. Sobald der tatsächliche Preis den Call-Preis (auch Ausübungspreis genannt) übersteigt, sagt man, die Option ist „in the money“. Liegt der tatsächliche Preis unter dem Ausübungspreis, sagt man, die Call-Option ist „out of the money“. Bei Preisgleichheit spricht man von „at the money“.

Commercial Mortgage-backed Security, CMBS (mit Gewerbeimmobilien besichertes Wertpapier)

Ein hypothekenbesichertes Wertpapier, das durch einen Kredit auf eine Gewerbeimmobilie abgesichert ist. Ein CMBS kann Immobilienanlegern und gewerblichen Darlehensgebern Liquidität bieten.

Covenant

Bei einem Covenant handelt es sich um eine schriftlich fixierte Vertragszusage zum Schutz eines Anleiheninhabers. Dieser Covenant ist eine rechtsverbindliche Vertragszusage, die den Emittenten dazu verpflichtet, entweder bestimmte Dinge zu tun (positiver Covenant) oder aber bestimmte Dinge zu unterlassen (negativer Covenant). So könnte ein positiver Covenant den Emittenten beispielsweise dazu zwingen, eine bestimmte Kapitalquote einzuhalten, um dadurch mögliche negative Auswirkungen einer fremdfinanzierten Übernahme auf die Anleiheninhaber abzuwenden.

Covenant light

Von einem Covenant light (kurz „cov-lite“) spricht man bei Anleihenkontrakten, die ohne die üblichen Covenants zum Schutz der Anleger auskommen. Im Gegensatz zu Anleihen mit traditionellen Covenants werden „cov-lite“-Anleihen als riskanter eingestuft, da ihnen eben dieser „Frühwarnsystem“ fehlt. In der Vergangenheit haben Banken zu ihrem eigenen Schutz stets auf solche Covenants bestanden. Infolge von fremdfinanzierten Übernahmen (Leveraged Buyouts = LBOs) und wegen eines schärferen Wettbewerbsumfelds wurden die Vertragsbedingungen bei Anleihen jedoch immer mehr gelockert.

Credit Default Swaps (CDS)

Credit Default Swaps (CDS) sind Swap-Verträge, die es zwei Parteien ermöglichen, das Kreditrisiko festverzinslicher Wertpapiere von einer auf die andere Partei zu übertragen. Der Käufer eines CDS leistet periodische Zahlungen („Prämien“ genannt) an den Verkäufer als Gegenleistung für die Garantie einer Ausgleichszahlung bei Zahlungsunfähigkeit bzw. Ausfall einer zugrunde liegenden Anlage (normalerweise eine Anleihe oder ein Darlehen). Der Verkäufer eines CDS garantiert die Bonität der zugrunde liegenden Anlage und erhält für die Übernahme des Risikos Prämienzahlungen. Der Käufer eines CDS-Vertrags muss die zugrunde liegende Anlage jedoch nicht besitzen.

D

Deflation

Deflation bezeichnet eine negative Inflationsrate. Diese tritt ein, wenn die durchschnittlichen Preise für Güter und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft nachhaltig zurückgehen, bis die jährliche Inflationsrate unter Null fällt und somit den realen Wert des Geldes erhöht. Sie wird oft durch eine Verknappung der Geldmenge oder der Kredite in einer Volkswirtschaft verursacht und führt zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit aufgrund niedrigerer Nachfrage, was wiederum eine Rezession auslösen kann.

Dirty Price (Kurs einschließlich Stückzinsen)

Der „Dirty Price“ einer Anleihe berücksichtigt den Zeitwert aller zukünftigen Zahlungsströme sowie die aufgelaufenen Zinsen auf die nächste Kuponzahlung. Befindet sich eine Anleihe zwischen zwei Zinszahlungsterminen, laufen Zinsen auf. Bis zum nächsten Zinszahlungstermin steigen die aufgelaufenen Zinsen bis zur Auszahlung des Kupons. Nach der Zinszahlung sind der „Clean Price“ und der „Dirty Price“ identisch. Der „Clean Price“ wird berechnet, indem die aufgelaufenen Zinsen vom „Dirty Price“ abgezogen werden.

E

Effektive Rendite

Wird ein Kupon nach der Auszahlung wieder angelegt, ist der zu erwartende Ertrag die effektive Rendite. Bei Standardanleihen ist die effektive Rendite in einer Zeit steigender Zinsen üblicherweise höher als die angegebene Rendite, um einen Ausgleich für den Zinseszinseffekt aus den Kuponzahlungen zu schaffen.

Effektiver Wechselkurs

Der effektive Wechselkurs (engl. Trade-weighted Index) ist der gewichtete Durchschnitt von Wechselkursen inländischer und ausländischer Währungen. Innerhalb des Index wird die Gewichtung des einzelnen Landes entsprechend dessen Anteil am gesamten Handel bestimmt. Auch bekannt als effektiver Wechselkurs, misst der TWI die durchschnittlichen Kosten einer inländischen Ware in Relation zu denen eines Handelspartners und wird zum Vergleich von Wechselkursen zwischen Volkswirtschaften verwendet.

Endfälligkeitsrendite („Yield To Maturity“, kurz YTM)

Bei der Endfälligkeitsrendite handelt es sich um den erwarteten Ertrag einer Anleihe, sofern diese bis zu ihrer Fälligkeit gehalten wird. Die YTM wird auf Jahresbasis in Prozent ausgewiesen und beruht auf der Annahme, dass alle Zinszahlungen zum ursprünglichen Zinssatz reinvestiert werden. Die YTM kann auch als „Effektivverzinsung“ oder einfach kurz als „Rendite“ bezeichnet werden.

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortisation = EBITDA)

Das EBITDA ist ein häufig verwendeter Indikator für die finanzielle Leistungsfähigkeit, der zum Vergleich der Rentabilität zwischen Unternehmen und Branchen herangezogen werden kann. Einfach ausgedrückt handelt es sich um die operativen Erlöse eines Unternehmens abzüglich der operativen Aufwendungen. Das EBITDA wird häufig bei der Aktienanalyse verwendet.

Euribor (Euro Interbank Offered Rate)

Der Euribor ist der Referenzzinssatz, zu dem sich Banken von anderen Banken auf dem Euro-Interbankenmarkt Geld leihen. Er stellt einen Durchschnitt von Anlagezinsen unter Banken dar, der von repräsentativen Banken bei Laufzeiten von einer Woche bis zu einem Jahr angeboten wird.

Exchange Traded Fund (ETF)

Wird von vielen Anlegern als dynamischere Alternative zu herkömmlichen indexnachbildenden Fonds betrachtet. Ein ETF ist ein Anlageinstrument, das einen Index oder einen Wertpapierkorb nachbildet, dabei aber wie eine Aktie den ganzen Tag über durchgehend gehandelt wird. ETFs werden üblicherweise sehr nah am Nettoinventarwert (NIW) der zugrunde liegenden Vermögenswerte gehandelt.

F

Fälligkeit

Das Datum, an dem ein Kredit oder eine Anleihe vertraglich zur Rückzahlung fällig wird (auch Rücknahme genannt).

Festverzinsliches Wertpapier

Ein Darlehen, das in der Regel einem Staat oder einem Unternehmen üblicherweise zu einem festen Zinssatz und für eine bestimmte Laufzeit gewährt wird. Am Ende der Laufzeit besteht ein Rückzahlungsanspruch des Darlehensbetrages.

Fiskalpolitik

Politik einer Regierung im Hinblick auf Besteuerung, Ausgaben und die Kreditaufnahme.

Floating Rate Notes (FRNs)

Festverzinsliche Wertpapiere, deren Zinszahlungen in Abhängigkeit von der Entwicklung eines Referenzzinssatzes periodisch angepasst werden.

Fremdwährungsstrategie

Positionen in Fremdwährungen (Foreign Exchange = FX) können als eigenständige Anlageklasse betrachtet werden, zusätzlich zu Aktien, Anleihen, Immobilien und Barmitteln. Währungen können daher zur Erwirtschaftung von Anlageerträgen eingesetzt werden.

Fundamentaldaten (Unternehmen)

Ein Grundsatz, eine Regel, ein Gesetz o. ä., das als Grundlage für ein System dient. Die Fundamentaldaten eines Unternehmens beziehen sich speziell auf dieses Unternehmen und betreffen Aspekte wie Geschäftsmodell, Gewinne, Bilanz und Verschuldung.

Fundamentaldaten (Volkswirtschaft)

Ein Grundsatz, eine Regel, ein Gesetz o. ä., das als Grundlage für ein System dient. Zu den volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten zählen Faktoren wie Inflation, Beschäftigung oder Wirtschaftswachstum.

Futures

Vertrag zwischen zwei Parteien zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Ware oder eines Finanzinstruments zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft und zu einem festgelegten Preis. Futures werden an einer regulierten Börse gehandelt.

G

Gedeckte Schuldverschreibungen (Covered Bonds)

Bei einer gedeckten Schuldverschreibung handelt es sich um eine Anleihe, die durch die Cashflows diverser Hypotheken und öffentlicher Kredite abgesichert ist. Obwohl diese Papiere in ihrer Struktur stark variieren, haben Anleger in gedeckten Schuldverschreibungen bei einer Nichtbedienung üblicherweise ein vorrangiges Forderungsrecht. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten werden die Verbindlichkeiten der Anleihe aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten gedeckt. Deshalb weisen gedeckte Schuldverschreibungen in der Regel eine Bonitätsqualität von AAA auf. Darin ähneln sie zwar mit forderungsbesicherten Wertpapieren (ABS), verbleiben aber im Gegensatz zu den letzt genannten Papieren in der konsolidierten Bilanz eines Emittenten.

Geldmarktpapiere

Bei Geldmarktpapieren (Commercial Paper) handelt es sich um kurzfristige Schuldtitel, die von Unternehmen zur Finanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten begeben werden. Der Emittent ist am Fälligkeitstag lediglich zur Zahlung des Nennwerts verpflichtet (kein Kupon), daher werden sie mit einem Abschlag ausgegeben, um den Anlegern eine attraktive Rendite zu bieten. Papiere dieser Art sind normalerweise unbesichert, deshalb finden nur Unternehmen mit einem erstklassigen Kreditrating leicht Käufer, ohne einen deutlichen Abschlag bieten zu müssen. Die Laufzeit beträgt üblicherweise maximal 270 Tage.

Gilt

Von der britischen Regierung begebene Anleihe. Angesichts des Emittenten ist das Ausfallrisiko sehr gering.

H

Hausse (Bullenmarkt)

Eine Phase steigender Wertpapierkurse an der Börse, die oft durch Optimismus der Anleger und ihr Vertrauen in anhaltend hohe Erträge charakterisiert wird.

High Water Mark (Höchststand)

Die „High Water Mark“ (HWM) ist das höchste Niveau, das der Nettoinventarwert (NIW) eines Fonds bis zum Ende einer 12-Monats-Rechnungslegungsperiode erreicht hat.

I

Inflationsswap

Ein Inflationsswap ist ein Swapgeschäft, bei dem zwei Gegenparteien (Kontrahenten) einen langfristigen Vertrag auf der Grundlage entgegengesetzter Zahlungsströme eingehen. Die Zahlungsströme einer Gegenpartei werden an einen Preisindex (normalerweise der Verbraucherpreisindex (VPI)) und die der anderen Gegenpartei an einen konventionellen festen Satz gekoppelt. Liegt der variable Satz (VPI) höher als der fixe Satz, macht der an den Index gekoppelte Kontrahent einen Gewinn bzw. der an den fixen Wert gekoppelte Kontrahent einen Verlust.

K

Korrelation

Die Korrelation misst, wie sich die Preise von zwei Wertpapieren im Verhältnis zueinander entwickeln. Zwei negativ korrelierende Wertpapiere bewegen sich in entgegengesetzte Richtungen, während zwei positiv korrelierende Wertpapiere sich in dieselbe Richtung bewegen. Im unwahrscheinlichen Fall einer perfekten Korrelation bewegen sie sich in genau demselben Umfang innerhalb einer Spanne von -1 (perfekte negative Korrelation) bis +1 (perfekte positive Korrelation). 0 bedeutet, dass es keine Korrelation gibt.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko einer Anleihe ist an das relative Ausfallrisiko des Kreditgebers in Bezug auf den Kupon oder die Rückzahlung des Kapitals gebunden. Deshalb hat die Bonität des Kreditgebers eine erhebliche Auswirkung auf die Rendite der von ihm begebenen Anleihen. Weil Anleger bei Übernahme eines höheren Kreditrisikos normalerweise einen höheren Ertrag erwarten, ist die angebotene Rendite umso höher, je risikobehafteter das Unternehmen ist.

Kreditspread

Mit Kreditspread bezeichnet man den Renditeunterschied zwischen Anleihen unterschiedlicher Bonität. Die Größe des Spreads zeigt dem Anleger die mögliche zusätzliche Rendite einer Anleihe mit höherem Risiko im Vergleich zu einer „sichereren“ Anleihe. Kreditspreads werden im Allgemeinen in Prozentpunkten (auch Basispunkte oder bps) im Vergleich zu einer risikofreien (oder risikoarmen) Referenzanlage oder -Zinssatz (z. B. britische Staatsanleihen bzw. LIBOR) angegeben.

Kündbare Anleihe

Eine kündbare oder ablösbare Anleihe kann vom Emittenten vor dem Fälligkeitsdatum zurückgezahlt werden. Somit besitzt der Emittent eine Kaufoption gegenüber dem Anleger zum Rückkauf der Anleihe zu einem bestimmten Preis, dem Rückkaufspreis, der normalerweise über dem Ausgabepreis der Anleihe liegt. Fallen die Zinssätze, kann der Emittent bei einer kündbaren Anleihe seine Anleihen kündigen und sich zu den neuen, niedrigeren Zinssätzen refinanzieren.

L

London Interbank Offered Rate (LIBOR)

Wird täglich nach 11:00 Uhr GMT von der British Bankers‘ Association (BBA) veröffentlicht. Der LIBOR ist der Referenzsatz, zu dem sich Banken Geld von anderen Banken auf dem Interbankenmarkt leihen. Er basiert auf einem Durchschnitt der Einlagenzinssätze unter Banken mit Laufzeiten von einer Woche bis zu einem Jahr, der von repräsentativen Mitgliedsbanken angeboten wird. Der LIBOR wird oft als Benchmarksatz für Anleiherenditen verwendet. Wenn beispielsweise eine Anleihe 6 % einbringt und der LIBOR bei 3 % liegt, wird sie mit 300 bps (Basispunkten) über dem LIBOR gehandelt. Er wird auch als Referenzsatz für Zinstermingeschäfte, die Inflationsrate und Instrumente wie Zinsswaps und Floating Rate Notes herangezogen.

M

Management Buyout (MBO)

Bei einem Management Buyout (MBO) erwirbt die aktuelle Unternehmensleitung einen Großteil der Aktien dieser Firma (oder sogar alle). Ein MBO ähnelt anderen Formen von Unternehmensübernahmen. Allerdings treten die firmeneigenen Manager hierbei als Käufer auf. Dadurch wird der Due Diligence-Prozess ebenso verkürzt wie die Gewährleistungsfrist. Im Falle eines staatlichen Unternehmens würde das Management die Firma dann in ein privates Unternehmen umwandeln. Bei den meisten MBO-Zielfirmen handelt es sich aber bereits um Privatunternehmen.

Mezzanin-Finanzierung

Bezieht sich auf einen Kredit mit mittlerer Vorrangigkeit bei fremdfinanzierten Unternehmensübernahmen. Mezzanin-Kapital wird nach vorrangigen Anleihen und vor Aktien eingestuft. Um ein typisches Mezzanin-Investment handelt es sich bei einem Kredit an einen Schuldner, der in Form von Optionsscheinen, Stammaktien, Vorzugsaktien oder anderen Aktien gleichzeitig Kapital aufnimmt. Mezzanin-Finanzierungen weisen Eigenschaften sowohl von Fremd- als auch von Eigenkapitalfinanzierungen auf.

Mortgage-backed Security, MBS (hypothekenbesichertes Wertpapier)

Ein hypothekenbesichertes Wertpapier ist ein Wertpapier, das durch die Zahlungsströme aus einem Pool von Hypothekenkrediten besichert ist. Die Hypotheken müssen von einem regulierten und zugelassenen Finanzinstitut stammen. Auf dem Hypothekenmarkt in den USA sind die Zahlungsströme aus einem MBS nicht immer vorab bekannt, da Eigentümer die Möglichkeit haben, mehr als die monatlich erforderliche Zahlung zu leisten (bis hin zur Rückzahlung des gesamten Kredites). Dies kann für Anleger zum Nachteil werden.

N

Nachrangiges Fremdkapital

Nachrangiges Fremdkapital ist Fremdkapital eines Unternehmens, das einen niedrigeren Rang hat als Standard-Fremdkapital. Bei einer Zahlungsunfähigkeit hat nachrangiges Fremdkapital bei der Rückzahlung eine niedrigere Priorität als vorrangiges Fremdkapital. Die Kapitalstruktur eines Unternehmens sieht üblicherweise so aus: vorrangiges Fremdkapital (höchste Priorität), gefolgt von nachrangigem Fremdkapital (niedrigere Priorität) und ganz unten Eigenkapital (niedrigste Priorität). Daher bietet nachrangiges Fremdkapital normalerweise eine höhere Rendite als vorrangiges Fremdkapital, um die Anleger für das erhöhte Risiko zu entschädigen. Insbesondere Banken haben eine komplexere Fremdkapitalstruktur mit mehreren Ebenen von nachrangigem Fremdkapital.

Nullkuponanleihe

Eine Anleihe ohne Kuponzahlungen. Sie wird mit einem Abschlag auf den Nennwert verkauft und ist zum Nennwert fällig.

O

Optionsbereinigter Spread (Option-adjusted Spread“, OAS)

Bei einer Anleihe mit eingebetteten Optionen entspricht der optionsbereinigte Spread (OAS) der Zinsdifferenz im Vergleich zur Benchmark abzüglich der Kosten für die Optionen. Im Allgemeinen bedeutet ein höherer OAS einen höheren Ertrag bei höherem Risiko.

P

Put (Verkaufsoption)

Ein Put ist ein Optionsgeschäft, bei dem ein Anleger das Recht (aber nicht die Pflicht) hat, eine bestimmte Menge eines Wertpapiers bis zu einem bestimmten Datum zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Eine Verkaufsoption wird attraktiver, wenn der Preis eines Vermögenswerts fällt: Sobald der tatsächliche Preis unter dem Put-Preis (auch Ausübungspreis genannt) liegt, sagt man, die Option ist „in the money“. Liegt der tatsächliche Preis über dem Ausübungspreis, sagt man, die Put-Option ist „out of the money“. Bei Preisgleichheit spricht man von „at the money“. Eine Verkaufsoption ist das Gegenteil einer Kaufoption (Call).

Q

Quantitative Lockerung

Die quantitative Lockerung, bei der häufig auch von „Geld drucken“ gesprochen wird, ist ein geldmarktpolitisches Instrument zur Erhöhung der Geldmenge innerhalb einer Volkswirtschaft, indem der Druck auf die Banken gelindert und deren Liquidität erhöht wird. Die Bank of Japan nutzte die quantitative Lockerung im Jahr 2001 zur Bekämpfung der Deflation.

R

Realzins

Der Realzins ist die angepasste Ertragsrate, die die Inflation berücksichtigt. Bei der Anlage in eine Anleihe ist die Inflationsrate im Zeitraum bis zum Ende der Laufzeit eine unbekannte Größe. Daher ist der Anleger dem Risiko ausgesetzt, dass die Inflation seinen Ertrag aufzehrt. Der Realzins wird berechnet, indem die Inflationsrate vom Nominalzinssatz abgezogen wird, um so den tatsächlichen Zinssatz anstatt des nominalen Zinssatzes zu ermitteln.

Rücknahme

Datum, an dem der Emittent einer Anleihe die geliehene Summe (Nennbetrag) an die Anleiheninhaber zurückzahlt.

S

SICAV

Ein in Westeuropa (insbesondere in Luxemburg, der Schweiz, Italien, Spanien, Belgien und Frankreich) gängiges offenes, kollektives Investmentvehikel. SICAV die Abkürzung für „sociedad de inversión de capital variable“ (spanisch), „société d'investissement à capital variable“ (französisch) und für „società d'investimento a capitale variabile“ (italienisch).

Step-up-Kupon

Dabei handelt es sich um eine Anleihen-Klausel, die zur Folge hat, dass die Zinszahlungen einer Anleihe im Laufe der Zeit ansteigen. So könnte beispielsweise für eine 10-jährige Anleihe in den ersten sechs Jahren ein Kupon von 6 Prozent, in den letzten vier Jahren ein Kupon von 7 Prozent gezahlt werden.

Sub-prime

Eine Sub-prime-Kreditvergabe erfolgt dann, wenn Finanzinstitute Privatpersonen Geld leihen, die die Kriterien für erstklassige Ausleihungen nicht erfüllen. Diese Kreditnehmer tragen ein höheres Risiko im Hinblick auf Insolvenz, Kreditausfall oder aufgrund von begrenzten Erfahrungen mit Krediten. Die Bezeichnung Sub-prime entstand im Rahmen der Kreditkrise 2007, die ihre Ursache in enormen Verlusten aus Ausfällen von Sub-prime-Schulden hatte, die den US-Hypothekenmarkt erschütterten.

Supranational

Eine supranationale Organisation ist eine international anerkannte Organisation oder Union mit Mitgliedern aus verschiedenen Ländern, die gemeinsame Entscheidungen trifft und über Themen abstimmt, die alle Mitglieder betreffen. Die EU und die Welthandelsorganisation sind Beispiele für supranationale Einrichtungen.

Swap

Ein Swap ist ein Derivatekontrakt, bei dem zwei Vertragsparteien sich darauf einigen, separate Zahlungsströme auszutauschen, die als „Legs“ oder „Seiten“ bezeichnet werden. Swaps basieren auf einem fiktiven Nennbetrag, der im Regelfall nicht physisch zwischen den Kontrahenten ausgetauscht wird. Somit können sie dazu verwendet werden, ein ungedecktes Engagement in einen zugrunde liegenden Vermögenswert zu schaffen, indem man einen Gewinn oder Verlust auf Preisbewegungen macht. Anleger verwenden Swaps entweder zur Absicherung gegen bestimmte Risiken (durch Inflationsswaps) oder zur Spekulation auf Preisänderungen des Basiswerts (durch einen Total Return Swap).

Swap-Spread

Der Swap-Spread zeigt die Differenz zwischen dem Swap-Zinssatz in einem Kontrakt und der Rendite von Staatsanleihen für die jeweilige Restlaufzeit an. Swap-Spreads basieren auf mehreren Faktoren, einschließlich dem LIBOR, dem Kreditrisiko der Swap-Parteien und externen wirtschaftlichen Faktoren wie z. B. Zinssätze. Wird allgemein zur Messung der Risikostimmung am Markt verwendet, da er das Risiko zukünftiger Zinsschwankungen für die Anleger darstellt. Engere Swap-Spreads deuten auf eine höhere Risikobereitschaft hin, während weitere Spreads eine geringere Risikobereitschaft anzeigen.

Synthetisch

Ein synthetisches Anlageinstrument simuliert die Erträge einer tatsächlichen Anlage, indem es verschiedene Merkmale verwendet, die aus anderen Vermögenswerten abgeleitet werden. Ein einfaches Beispiel wäre der Kauf einer Call-Option bei gleichzeitigem Verkauf einer Put-Option auf eine Aktie. Das Gewinnpotenzial wäre dasselbe, wie beim Besitz der Aktie selbst, das Instrument ist aber synthetisch.

Synthetisches Shorting

Einsatz eines Derivats, um eine Short-Position auf einen Vermögenswert einzugehen. Das „traditionelle“ Shorting erfordert das Ausleihen eines Vermögenswerts, dann den Verkauf, den Rückkauf zu einem hoffentlich niedrigeren Preis und schließlich die Rückgabe des Vermögenswerts an den Verleiher. „Synthetisches“ Shorting ist üblicherweise billiger, da keine Kosten für das Ausleihen sowie den Verkauf und den Kauf des Vermögenswerts anfallen.

T

Total Return-Swap

Ein Total Return-Swap ist ein Swap-Kontrakt, bei dem eine Vertragspartei vorher festgelegte Zahlungen auf fester oder variabler Basis leistet, während die andere Vertragspartei Zahlungen auf der Basis der Gesamtrendite eines zugrunde liegenden Vermögenswerts (normalerweise eine Anleihe oder ein Index) leistet. Liegt die Gesamtrendite des Basiswerts (auch Referenzwert genannt) über der vorher festgelegten Zahlung, macht die Vertragspartei mit den festen Zahlungen einen Gewinn und der Besitzer des Referenzwerts einen Verlust. Somit kann man bei Total Return-Swaps an den Erträgen eines Vermögenswerts teilhaben, ohne diesen tatsächlich physisch zu besitzen.

U

Uneingeschränkt / nicht an eine Benchmark gebunden

Bezeichnung für das Mandat eines Fonds, bei dem der Fondsmanager die Freiheit hat, nach seiner eigenen Strategie zu investieren und nicht verpflichtet ist, das Kapital beispielsweise anhand der Gewichtungen eines Index aufzuteilen.

Untergewichtung

Hat ein Portfolio eine Untergewichtung in einer Aktie, hält es einen kleineren Anteil dieser Aktie als im Vergleichsindex oder –sektor vertreten.

Unternehmensanleihen

Von einem Unternehmen begebene festverzinsliche Wertpapiere, die unter Umständen höhere Zinszahlungen als Staatsanleihen bieten, da sie oft als risikoreicher gelten.

V

Verbindlichkeiten

Zahlungsverpflichtungen (z.B. zukünftige Pensionszahlungen).

Verschuldungsgrad

Wird berechnet, indem man die Gesamtverbindlichkeiten eines Unternehmens durch das Eigenkapital der Anteilseigner teilt. Der Verschuldungsgrad zeigt an, wie viel Fremdkapital und Eigenkapital ein Unternehmen zur Finanzierung seiner Vermögenswerte einsetzt. Ein hoher Verschuldungsgrad weist beispielsweise im Allgemeinen darauf hin, dass ein Unternehmen einen aggressiven Ansatz des fremdfinanzierten Wachstums verfolgt.

Vorrangige Anleihen

Bei vorrangigen Anleihen handelt es sich um Unternehmensanleihen, deren Rückzahlung im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Emittenten Vorrang hat vor der Bedienung nachrangiger Anleihen.

W

Wandelanleihen

Festverzinsliche Wertpapiere die  zu bestimmten Zeitpunkten während ihrer Laufzeiten in eine vorher festgelegte Zahl von Aktien eines Unternehmens umgetauscht werden können.

Wertpapier

Finanzbegriff für einen Vermögenswert in Papierform – üblicherweise eine Aktie oder eine Anleihe.

Z

Zinsstrukturkurve

Eine Zinsstrukturkurve stellt  die Beziehung zwischen der Rendite und der Laufzeit einer Anleihe grafisch dar. Dabei werden die Renditen von Anleihen mit gleicher Bonitätsqualität unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Laufzeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt angezeigt. Die Zinsstrukturkurve spielt bei der Analyse aktueller und zukünftiger Bedingungen an den Anleihenmärkten sowie der Wirtschaft insgesamt eine wichtige Rolle, da ihr Verlauf von diversen Faktoren wie Schwankungen an den Devisenmärkten, der Stimmungslage am Markt, den Zinsen sowie dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage abhängig ist. Man unterscheidet drei Arten von Zinsstrukturkurven: normale, invese und flache. Eine normale Zinsstrukturkurve liegt vor, wenn langfristige Anleihen höhere Renditen bringen als kurzfristige Anleihen, entsprechend der langfristigen Kapitalbindung. Dies bedeutet normalerweise, dass Wirtschaftswachstum begleitet von einem Anstieg der Inflation erwartet wird. Man spricht von einer inversen Zinsstrukturkurve  wenn die Renditen langfristiger Anleihen unter denen von kurzfristigen Anleihen liegen. Damit kommt die Erwartung zum Ausdruck, dass die Wirtschaft schrumpft, d. h. es wird von fallenden Zinsen ausgegangen und die Anleger geben sich deshalb mit niedrigeren langfristigen Renditen zufrieden. Die Zinsstrukturkurve  wird als flach bezeichnet, wenn Anleihen über alle Restlaufzeiten hinweg eine ähnliche Rendite aufweisen.

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