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Anlegertyp

Die Fondsstrukturen OEIC & SICAV - Überblick und Vergleich

Die von M&G in Europa angebotenen Publikumsfonds werden als Teilfonds von Open-Ended Investment Companies (OEICs), das heißt offenen Investmentgesellschaften, mit Sitz in Großbritannien oder als eigenständige OEICs aufgelegt.

Hier fassen wir die wesentlichen Merkmale der OEIC-Struktur im Vergleich zu in Luxemburg ansässigen SICAV-Fonds zusammen und konzentrieren uns dabei auf zwei Hauptbereiche: rechtliche Struktur und Regulierung einerseits sowie Besteuerung der Fonds andererseits. Die nachfolgende Tabelle verdeutlicht, dass die britische OEIC-Struktur für europäische Anleger verglichen mit der luxemburgischen SICAV-Struktur keine wesentlichen Steuernachteile mit sich bringt.

Wir erläutern auch den Entscheidungshintergrund zur Favorisierung der OEIC-Struktur für die Publikumsfonds von M&G.

Rechtliche Struktur und Regulierung


OEIC SICAV
Definition
  • Open-Ended Investment Company (mit Sitz in Großbritannien)
  • Société d'investissement à capital variable (mit Sitz in Luxemburg)
Hintergrund
  • Übliche Struktur in Großbritannien; wird auch in Westeuropa und anderen Regionen eingesetzt

  • 1997 in Großbritannien als flexible Alternative zu Unit Trusts eingeführt
  • Übliche Struktur in Westeuropa; wird auch in anderen Regionen eingesetzt

  • Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt
Rechtliche Struktur/OGAW
  • Eine OEIC kann als Umbrella-Fonds mit mehreren Teilfonds oder als eigenständiger Fonds errichtet werden

  • Sie kann eine Reihe von Anteilsarten ausgeben, einschließlich abgesicherter Anteile

  • Sie kann so errichtet werden, dass sie den Vorschriften für OGAW-Fonds oder aber für Nicht-OGAW-Fonds entspricht
  • Eine SICAV kann als Umbrella-Fonds mit mehreren Teilfonds oder als eigenständiger Fonds errichtet werden

  • Sie kann eine Reihe von Anteilsarten ausgeben, einschließlich abgesicherter Anteile

  • Sie kann so errichtet werden, dass sie den Vorschriften für OGAW-Fonds oder aber für Nicht-OGAW-Fonds entspricht
Aufsichtsbehörde
  • Financial Conduct Authority (FCA), in Großbritannien
  • Commission Service du Secteur Financier (CSSF) in Luxemburg
Corporate Governance
  • Der bevollmächtigte Verwalter (ACD) ist für das laufende Tagesgeschäft der OEIC verantwortlich
  • Eine SICAV kann eine spezielle Verwaltungsgesellschaft haben oder von ihrem Board of Directors verwaltet werden
Rolle der Depotbank/ / Verwahrstelle
  • Eine Depotbank ist für die Verwahrung des Fondsvermögens verantwortlich

  • Die Depotbank ist auch für die Aufsicht über den ACD verantwortlich

  • Depotbank und ACD müssen vollkommen unabhängig sein
  • Eine Verwahrstelle (mit Sitz in Luxemburg) ist für die Verwahrung des Fondsvermögens und die Sicherstellung der Wahrung der Anlegerinteressen verantwortlich

  • Die Aufsicht wird üblicherweise vom Board of Directors übernommen
Haftungstrennung zwischen den Teilfonds
  • In Großbritannien wurden vor Kurzem neue Rechtsvorschriften eingeführt, die eine getrennte Haftung der Teilfonds im Rahmen einer Umbrella-OEIC ermöglichen
  • Die Haftungstrennung zwischen den Teilfonds wird nach luxemburgischem Recht geregelt

Fondsbesteuerung


OEIC  SICAV
Fondserträge
  • Erträge abzüglich Aufwendungen unterliegen der britischen Körperschaftssteuer von 20 %
  • „Erträge“ schließen Zinserträge und Immobilienerträge ein
  • Unternehmensdividenden in einem Fonds sind nicht steuerpflichtig
  • Rentenfonds mit einem Anteil an Schuldtiteln von mehr als 60 % unterliegen keiner Steuer
  • Der Fonds unterliegt keiner Steuer – sämtliche Steuern fallen beim Anleger an
Quellensteuer
  • OEIC-Fonds unterliegen einer Quellensteuer auf ausländische Dividenden, erhoben in dem Land, in dem die Dividende ausgeschüttet wird
  • Aufgrund der Vielzahl an Steuerabkommen mit Großbritannien wird im Allgemeinen nur eine Quellensteuer in Höhe des in den Abkommen vorgesehenen Satzes von 15 % erhoben
  • Nur sehr wenige SICAV-Fonds profitieren von Steuerabkommen; ausländische Dividenden werden daher allgemein mit 30 % besteuert
Sonstige Steuern
  • Eine Stempelsteuer von 0,5 % wird auf Transaktionen mit britischen Aktien erhoben
  • Eine Taxe d’abonnement von 0,05 % p. a. (0,01 % p. a. bei Geldmarkt- und Währungsfonds) wird auf der Grundlage des Nettoinventarwerts berechnet

Besteuerung des Anlegers

OEIC  SICAV
Erträge und Kapitalgewinne
  • Bei den meisten europäischen Anlegern fallen Steuern lediglich auf die tatsächlich erhaltenen Ausschüttungen an (z. B. Italien, Spanien) bzw. auf angenommene Anlageerträge aus Fonds (Deutschland, Österreich)
  • Bei den meisten europäischen Anlegern fallen Steuern lediglich auf die tatsächlich erhaltenen Ausschüttungen an (z. B. Italien, Spanien) bzw. auf angenommene Anlageerträge aus Fonds (Deutschland, Österreich)
Zinsausschüttungen
  • Anleger außerhalb Großbritanniens können Zinsausschüttungen aus Rentenfonds (mit einem Anteil an Schuldtiteln von mehr als 60 %) ohne Steuerabzug erhalten
 

M&G Publikumsfonds

Aus praktischer Sicht sind die Fondsstrukturen OEIC und SICAV sehr ähnlich. Beide bieten die Möglichkeit, OGAW-konforme Umbrella-Fonds mit mehreren Teilfonds und Einheitspreisen aufzulegen.

Als bei M&G die Idee erstmals aufkam, Fonds auch in anderen europäischen Ländern anzubieten, hatten wir die Wahl zwischen der Umwandlung bestehender britischer Unit Trusts in Teilfonds einer OEIC-Struktur und der Neuauflegung von Fonds mit einer SICAV-Struktur.

Die erste Alternative ermöglichte den europäischen Vertrieb unserer bestehenden, in Großbritannien ansässigen Fonds, z. B. des M&G Global Basics Fund, sowie auch unserer später aufgelegten Fonds, z. B. des M&G Optimal Income Fund, ohne wesentliche steuerliche Nachteile für den europäischen Anleger.

Im Endeffekt gibt es zwischen einer OEIC-Struktur und einer SICAV-Struktur keinen steuerlichen Unterschied, da bei nur sehr wenigen OEIC-Fonds Steuern tatsächlich anfallen. Außerdem unterliegen britische OEIC-Fonds einer geringeren Quellensteuer als SICAV-Fonds.

Weitere Informationen

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