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Impact Investing – Förderung der Kreislaufwirtschaft

02/09/2020

Erläuterungen zu den im vorliegenden Artikel verwendeten Investmentbegriffen finden Sie im Glossar.

Die Welt steht vor einer immer weiter wachsenden Zahl von gesellschaftlichen Herausforderungen. Aktionen wie in jüngster Vergangenheit die von Extinction Rebellion oder auch die von Greta Thunberg initiierten Schulstreiks haben nachdrücklich auf die extremen Probleme aufmerksam gemacht, denen wir uns stellen müssen. 20 der letzten 22 Jahre waren die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die führenden Klimaforscher der Welt warnten daher im vergangenen Oktober, dass uns nur noch wenige Jahre bleiben, um die globale Erwärmung auf höchstens +1,5°C zu begrenzen. Sollte dies nicht gelingen, so würde nach Angaben des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen, IPCC) bereits ein halbes Grad mehr hunderte Millionen Menschen einem erheblich größeren Risiko von Dürren, Hochwasser, extremer Hitze und Armut aussetzen. Der Klimawandel ist zwar mit Sicherheit das größte und schwerwiegendste Problem, vor dem die Menschheit steht, doch genau genommen muss sich die Welt noch vielen weiteren Herausforderungen auf ökologischer und sozialer Ebene stellen. Abfall ist ein Thema, das zunehmend Sorgen bereitet. Aktuell fallen weltweit jährlich rund 2 Milliarden Tonnen Abfall an. Wenn wir so weitermachen wie bislang, könnte Schätzungen zufolge im Jahr 2050 – gemessen am Gewicht – mehr Plastik in den Weltmeeren schwimmen als Fische. Das lineare Wirtschaftsmodell, das nach dem Prinzip „nehmen, herstellen, entsorgen“ funktioniert und zur Erzeugung von so viel Abfall geführt hat, herrscht zwar seit dem Beginn des Industriezeitalters vor, ist aber nicht mehr tragbar und nicht zukunftsfähig. Nicht nur, dass viele Rohstoffe nicht unbegrenzt vorhanden und zu erlangen sind. Auch haben ihr Abbau und ihr nur einmaliger Gebrauch einen hohen Preis für die Umwelt und die Gesellschaft. Eine Alternative ist ein Wechsel zu einem Modell, das als „Kreislaufwirtschaft“ bezeichnet wird. Dabei werden zum Beispiel Produktions- und Konsumabfälle zu Rohstoffen, die recycelt und wiederverwendet werden. Der Übergang zu Prozessen, die einen geschlossenen Kreislauf bilden, verhindert nicht nur unnötige Abfälle und mindert das Risiko der Ressourcenverknappung. Er kann auch Vorteile für die Umwelt und Wirtschaft bieten. Ein typisches Beispiel: Eine Metastudie, die dieses Jahr im Journal of Industrial Ecology veröffentlicht wurde, berichtete von Schätzungen, wonach für den Fall, dass bis 2030 die Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft gelingen sollte, die Nettorohstoffausgaben in der Europäischen Union um 600 Mrd. Euro pro Jahr reduziert, die Ressourcenproduktivität um bis zu 3% pro Jahr erhöht und jährliche Nettovorteile von 1,8 Bio. Euro erzielt werden könnten. Die Studie legte auch dar, dass durch die Umstellung auf diverse Kreislaufpraktiken, wie Nährstoffrückgewinnung in der Landwirtschaft oder auch Baustoffsubstitution im Bauwesen, die weltweiten Emissionen um rund 7,5 Mrd. Tonnen Kohlendioxidäquivalent gemindert werden könnten – dies entspricht der Hälfte der bestehenden Emissionslücke, die laut dem Abkommen von Paris geschlossen werden muss, um das Ziel von 1,5°C zu erreichen. Wie bedeutsam diese Umstellung ist, spiegelt sich in den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen wider. Ziel Nr. 12 gilt der Sicherstellung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster. Dazu wird mehr nötig sein als lediglich ein Umdenken, sondern auch neue Prozesse und Systeme. Und dies bedeutet zusätzliche Investitionen. Anleger im Bereich Impact Investing – von denen eine wachsende Zahl in börsennotierte Aktien investieren – tragen zunehmend dazu bei, dieses Anlagekapital in die richtigen Bahnen zu lenken. Diese Anlagen zielen auf ein breites Spektrum von Wirkungsbereichen ab, die auch vermehrt mit den SDG in Bezug gesetzt werden, die einen Rahmen für die Beurteilung, Bewertung und Messung der Wirkung bilden.

Der M&G (Lux) Positive Impact Fund

Angesichts der Schwere der Probleme, vor denen die Welt heute steht, müssen wir jetzt handeln, um die Zukunft des Planeten und unseren Platz darin zu sichern. Der M&G (Lux) Positive Impact Fund bietet Chancen für Anleger, die die drängendsten Probleme der Welt anpacken wollen – zugleich aber auch finanzielle Erträge anstreben. Der Fonds orientiert sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen und investiert in Unternehmen, die sich auf sechs zentrale Bereiche im Sozial- und Umweltkomplex konzentrieren. Einer dieser Bereiche ist die Kreislaufwirtschaft. Dazu zählen Anlagen in Unternehmen wie Brambles, unseres Erachtens eines der umweltfreundlichsten Logistikunternehmen der Welt, und DS Smith, einem weltweit tätigen und in Sachen Recycling führenden Verpackungshersteller.

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